Übersicht
Technik-Trendsetter aus Tradition
1949-1959: Schwerpunkt Bäckereihandwerk und Brotindustrie
1960-1969: Innovative Lösungen für neue Branchen: Kunststoffverarbeitung, Nahrungs- und Chemieindustrie
1970-1979: Saugwiege- und Saugfördersysteme setzen neue Maßstäbe in der Großmengenautomation
1980–1989: Meilensteine in der Prozess-Automatisierung: Innovative Prozessleittechnik und der AZO COMPONENTER®
1991–1999: Pionier-Einsatz von FTS-Fahrzeugen und Patentlösungen für die Wirbelstrom-Siebtechnik
2000–2003: Neuer Schub für die Kleinkomponenten-Automatisierung durch die DosiBox®
2004-2005 Gründung neuer Töchter im In- und Ausland
2006-2007 Strategische Neuausrichtung der Geschäftsbereiche, weitere Expansion in Übersee
2008 Gründung einer Tochter für Flüssig-Prozesse
2009
Technik-Trendsetter aus Tradition
Seit über einem halben Jahrhundert nimmt AZO bei der Automatisierung von Rohstoffen in den Bereichen Nahrung, Pharma, Kunststoff und Chemie eine Pionierrolle ein. Bahnbrechende Entwicklungen wurden dabei auf den Weg gebracht.
Bei allen Bemühungen um neue technische Lösungen verliert AZO nie den Menschen aus den Augen: Zahlreiche Erfindungen dienen dazu, schwere körperliche Arbeit zu ersetzen oder wenigstens zu erleichtern.
1949-1959: Schwerpunkt Bäckereihandwerk und Brotindustrie
1949 – Aufbruchstimmung in Osterburken. In einem ehemaligen Schafstall eröffnet Adolf Zimmermann gemeinsam mit seiner Frau Marianne einen Mühlenbaubetrieb. Nach Feierabend konstruiert der passionierte Tüftler Maschinen für Mühlen und Bäckereibetriebe. Schon zu diesem Zeitpunkt beschäftigt er sich mit den Plänen für die später weltbekannte Wirbelstrom-Siebmaschine.
1951 baut Adolf Zimmermann die Grießputzmaschine ”Pyramidal”. Ein Bäckermeister gibt den letzten Anstoß für die Konstruktion der ersten Zentrifugal-Mehlsiebmaschine. Sie kommt 1952 unter dem Namen ”Triumpf” auf den Markt und gilt als Prototyp der heutigen Wirbelstrom-Siebmaschine.
Die Bäcker- und Konditorei-Fachausstellung, die im gleichen Jahr in Stuttgart stattfindet, bringt erste Verkaufsabschlüsse und macht spezielle Kundenanforderungen deutlich: Die bis dahin in Holz gefertigten Maschinen sollen zukünftig in Ganzmetallausführung gebaut werden, eine große Herausforderung für den jungen Betrieb und seine Mitarbeiter.
Mitte der 50er Jahre versorgt AZO das Bäckereihandwerk und die Brotindustrie schon mit kompletten Mehl-, Sieb-, Auflockerungs- und Temperieranlagen, mit mechanischer oder auch schon pneumatischer Ventilatorförderung.
Die Zahl der Mitarbeiter ist 1957 auf 50 angestiegen.
1960-1969: Innovative Lösungen für neue Branchen: Kunststoffverarbeitung, Nahrungs- und Chemieindustrie
Gemeinsam mit einem rührigen Vertriebspartner erschließt AZO in den Beneluxländern neue Absatzmärkte, besonders in Holland. Die Nachfrage nach den Maschinen und Anlagen ist so groß, dass der Platz im alten Firmengebäude bald nicht mehr ausreicht. 1962 legt Adolf Zimmermann den Grundstein für den Neubau im Industriegebiet Ost.
1963 zieht das Unternehmen mit 80 hochmotivierten Mitarbeitern in die neue 2.500 qm große Shedhalle ein.
Die Entwicklung pneumatischer Saugwiegesysteme zur Beschickung von Knetern und Mischern wird zu einem bahnbrechenden Erfolg.
Im Vertrieb kooperiert AZO mit einem bedeutenden Lieferanten für das Bäckereihandwerk. Dessen schlagkräftige Vertriebs-Mannschaft verkauft auch AZO-Anlagen in großer Stückzahl. Besonders Silos in Schalenbauweise, die durch ein genormtes Baukastensystem in jedes Gebäude passen, entwickeln sich zum Renner und machen AZO nach wenigen Jahren zum Marktführer auf diesem Gebiet.
Mit pneumatischen Saugfördersystemen präsentiert AZO 1966 ein neues Produktionsprogramm für die Beschickung von Verarbeitungs- und Kunststoffmaschinen. Die hohen Ansprüche der Nahrungs- und Chemieindustrie erfordern den Ausbau der Edelstahlfertigung. 1969 sind bereits 270 Mitarbeiter auf dem 60.000 qm großen Firmengelände beschäftigt.
1970-1979: Saugwiege- und Saugfördersysteme setzen neue Maßstäbe in der Großmengenautomation
Die bewegten 70er stehen bei AZO ganz im Zeichen der Entwicklung von Saugwiege- und Saugfördersystemen. Fördern, Dosieren und Wiegen bei weitgehend horizontalem Materialfluss beansprucht wenig Platz und erlaubt es, vorhandene Gebäude optimal zu nutzen. Die Systeme bringen die Großmengen-Automation einen großen Schritt weiter. Noch immer werden Kleinmengen wie Zutaten und Additive per Hand vorgewogen, eine Herausforderung für die Entwickler bei AZO.
1975 verstärkt AZO seine Vertriebsaktivitäten und baut bundesweit einen leistungsfähigen Außendienst auf. Für den Export werden Verträge mit weltweiten Vertretungen geschlossen, nach Japan werden Lizenzen vergeben. Auch nach Südostasien liefert AZO seine Anlagen.
Die intensive Vertriebstätigkeit trägt bald Früchte: Aus aller Welt gehen neben Aufträgen für Maschinen und Kleinanlagen zunehmend auch Aufträge für Großanlagen ein.
In Memphis TN in den USA wird 1978 die erste Tochterfirma gegründet.
1980–1989: Meilensteine in der Prozess-Automatisierung: Innovative Prozessleittechnik und der AZO COMPONENTER®
Bis 1979 plant und fertigt AZO komplexe Steuerungen auf Schützbasis. Die elektronischen Steuerungen für Silo- und Wiegeanlagen werden teilweise von namhaften Zulieferern bezogen. Die Firmenleitung erkennt schnell, dass es wesentlich vorteilhafter ist, Verfahrens- und Steuertechnik aus einer Hand zu liefern. Sie gibt schließlich den Anstoß für die Entwicklung einer speziellen Zuführsoftware und den Bau von elektronischen Wiegesteuerungen. Auf der Kunststoffmesse 1983 zeigt AZO als erste Firma den Prozess des Schüttguthandlings auf einem Bildschirm. Ein Großauftrag aus der Gewürzindustrie führt noch im gleichen Jahr zur Entwicklung und zum praktischen Einsatz von vollautomatischen Dosiercontainer-Systemen. Zum 35-jährigen Jubiläum entsteht ein neuer Fertigungsbereich, ausgestattet u. a. mit einem Laser- und Plasma-Blechschneidezentrum. Ein Ausstellungscenter für Kunden wird eröffnet. In den 80er Jahren wird der AZO COMPONENTER® zur Serienreife entwickelt. Damit gehören Vormischungen im Wesentlichen der Vergangenheit an. Jetzt ist die volle Integration aller Komponenten in den Automatisierungsprozess möglich. Unterschiedliche Gebinde wie Säcke, Big-Bags und Container verlangen eine hohe Flexibilität in der Automation. Auch darauf stellt sich AZO ein und entwickelt spezielle Handlingsysteme für die verschiedenen Gebinde. Damit gelingt die Integration in den automatisierten Verarbeitungsprozess reibungslos. Kleinstkomponenten, für die sich eine vollautomatische Integration nicht immer lohnt, lassen sich über bedienergeführte Handwiegeplätze zuverlässig in den Prozess einbringen. Dabei machen komfortable Prozessleit- und Visualisierungssysteme den Materialfluss sicherer denn je.
1991–1999: Pionier-Einsatz von FTS-Fahrzeugen und Patentlösungen für die Wirbelstrom-Siebtechnik
Zu Beginn der 90er Jahre wird die DOSITAINER®-Entwicklung perfektioniert, die Mitte der 80er Jahre ihren Ursprung nahm. Es kommen weitere Entwicklungen wie BATCHTAINER® und MIXTAINER® hinzu. Diese münden 1996 darin, dass AZO als Erster im Schüttguthandling FTS-Fahrzeuge für das Sammeln und Einwiegen von Komponenten mit fahrerlosen Transportsystemen einsetzt. Die Aufnahme eines Container-Mischers ins Programm rundet das Containment ab.
Parallel zu dieser Entwicklung wird auch Anfang der 90er Jahre die immer wichtiger werdende Gebindeform Big-Bag entsprechend berücksichtigt. AZO entwickelt staubdichte Entleer- und Befüllsysteme für dieses Gebinde. Flexibel wie das Gewebe des Big-Bags sind auch die Lösungen, die AZO mittlerweile für diesen Bereich bietet, der immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Im Jahre 1997 setzt der Erfinder der Wirbelstrom-Siebtechnik AZO mit der Siebmaschine Typ DA mit zwei Antrieben und Eigendosierung ein absoluten Highlight im Bereich der Wirbelstrom-Siebtechnik. Mittlerweile wurde für dieses neue System das Patent erteilt und es setzt den Siegeszug der AZO Wirbelstrom-Siebtechnik fort.
1998 erfolgt die Entwicklung eines Vibrationsbodens für die Pharmaindustrie, der vollkommen auf eine Manschette verzichtet und dadurch wesentlich einfacher zu reinigen ist. Diese Entwicklung wurde mittlerweile auch patentiert.
2000–2003: Neuer Schub für die Kleinkomponenten-Automatisierung durch die DosiBox®
Zum Jahrtausendwechsel beschäftigt sich AZO vermehrt mit kontinuierlichen, gravimetrischen Dosiersystemen, woraus die Baureihen AZOGRAV® und AZODOS® hervorgehen. Inzwischen ist mit dem AZODOS® eine Gerätefamilie entstanden, mit der kontinuierliche Dosierprozesse weitestgehend abgedeckt werden. Auch im Bereich der Abzugsverwiegung wird dieses System sehr erfolgreich eingesetzt.
Im Jahre 2003 gelingt es AZO mit der Erfindung der DosiBox® in Verbindung mit dem DOSINENTER® und der DosiLogistic® ein preiswertes Kleinkomponenten-Automatisierungssystem zu entwickeln. Durch das System können sämtliche Komponenten in den Automatisierungsprozess integriert werden. Diese bahnbrechende Entwicklung wird nach dem AZO COMPONENTER® einen weiteren Schub für die Kleinkomponenten-Automatisierung bringen.
2004-2005 Gründung neuer Töchter im In- und Ausland
Mit der Gründung der AZO Tochter hsh-systeme für prozess-IT GmbH Anfang 2004 wird der immer wichtiger werdenden Prozessleit- und Visualisierungstechnik Rechnung getragen. In der neuen Firma werden die Ressourcen für eine stetige Weiterentwicklung in diesem Bereich gebündelt. Dadurch wird die Entwicklung innovativer Prozess-IT gefördert, die sich synergetisch mit der Verfahrenstechnik zum optimalen Kundennutzen verbindet.
Zur Erschließung des stark wachsenden Marktes in Südostasien wurde 2005 AZO Ltd. in Bangkok, Thailand gegründet.
Anfang 2005 wurden die Vertriebsaktivitäten durch die Gründung der AZO UK Ltd. in England auch in Europa ausgebaut.
2006-2007 Strategische Neuausrichtung der Geschäftsbereiche, weitere Expansion in Übersee
Mitte 2006 – Strategische Neuausrichtung der Geschäftsbereiche AZO®Food, AZO®Vital, AZO®Chem und AZO®Poly durch Bündelung der vertrieblichen und technischen Aktivitäten aus den Geschäftsbereichen heraus und Integration der Konstruktion.
Einführung von Produktmanagern im Bereich Forschung und Entwicklung. Vorstellung der Innovation ShuttleDos in Verbindung mit einem prozessnahen Simulationsgrogramm der Tochterfirma hsh-systeme auf verschiedenen Messen.
Einweihung des neuen AZO Kundencenters mit Ausstellung und Seminarräumen mit modernster Medientechnik. Neue Strukturierung des Versuchszentrums mit angegliedertem Schüttgutlabor für Kundenprodukte. Mit dieser Investition wurden beste Voraussetzungen geschaffen für die Durchführung von Technologietagen, Sales Meetings und GRIPS-Großveranstaltungen.
Seit 2007 ist AZO in dem bevölkerungsreichten Land der Erde in Tianjin China mit einer eigenen Tochter vertreten. Mehrere Großaufträge im Bereich Zahnpasta und Fertiggerichte konnten bereits geliefert und erfolgreich in Betrieb genommen werden.
2008 Gründung einer Tochter für Flüssig-Prozesse
Das Jahr 2008 bescherte AZO einen sehr guten Auftragseingang in allen vier Geschäftsbereichen. Dieser verteilte sich regional auf 1/3 Deutschland, 1/3 Europa, sowie 1/3 Übersee und führte dazu, dass sich die Lieferzeiten verlängerten und das Personal doch erheblich aufgestockt wurde.
Im Jahre 2008 wurden 5 Technologietage durchgeführt, diese sind mittlerweile bei den Kunden unserer Zielgruppen zu einem Markenbegriff geworden. Die Inhouse-Veranstaltungen eignen sich äußerst gut zur Kundenbindung sowie zur Kontaktvertiefung zu Wertschöpfungspartnern innerhalb der einzelnen Zielgruppen. Dies sind z. B. Rohstofflieferanten, Additivlieferanten, Lieferanten für Prozessmaschinen bis hin zu Ingenieurbüros, Institute und Verbände. Erstmals wurde dieses Konzept auch im Ausland eingesetzt und soll nun in weiteren Zielmärkten umgesetzt werden.
Am 01.09.2008 gründete AZO eine 100 % Tochter, die Firma zoatec in Neuenburg / Südbaden, die innovative Lösungen für das Mischen, Dispergieren und Homogenisieren von flüssigen und halbfesten Produkten anbietet.
Ebenfalls im September, am 19. September wurden die neurenovierten Räume der Fertigung und Büros unsere Tochterfirma hsh ihrer Bestimmung übergeben. Dieses Ereignis wurde mit einem zünftigen Fest gefeiert.
2009: Wir feiern trotz Krise
Die neuste Innovation, das AZO®ShuttleDos, welches auf der Anuga FoodTec in Köln und der Achema in Frankfurt ausgestellt wurde, konnte erstmalig an einen namhaften Brausetabletten-Hersteller in Deutschland verkauft werden. Für das neue, entkoppelte Andocksystem AZO®CleanDock erhielt AZO ein deutsches Patent.
Wir feiern - Trotz Krise
60 Jahre AZO – 30 Jahre hsh – 1 Jahr zoatec. Wenn das kein Grund zum Feiern ist! Mit einer würdigen Jubiläumsgala am 26.09.2009 und einem gut besuchten Tag der offenen Tür am 27.09.2009 feierten die Mitarbeiter der AZO Gruppe diese Jubiläen bei herrlichem Spätsommerwetter. Im Mittelpunkt des Tages der offenen Tür stand das neu ausgestattete Versuchszentrum für Rohstoffhandling. Eingerichtet ist das Versuchszentrum nun mit modularer Verfahrenstechnik und frei konfigurierbarer Prozess-IT sowie den neuen Komponenten und Maschinen der wichtigsten Lieferanten.
Die Technologietage im Kundencenter werden zu einem Markenbegriff. Erstmals wurde solch eine Veranstaltung auch mit Lieferanten durchgeführt. Internationale Technologietage in Slowenien, Thailand und Mexico sowie Auslandsmessen in Russland, China, Indien und Japan, sind Antworten auf die Globalisierung.



















